23.02.2018

Agenturwahl & Zusammenarbeit

Wenn die Chemie stimmt...

Beitrag im Persönlich

Lesen Sie hier unseren Beitrag in der Persönlich Ausgabe vom Mai 2018.

Erkenntnisse aus der BPRA-Tagung «Zusammenarbeit Kunde & Agentur» vom 21. Februar 2018

Wie komme ich zur für mich passenden Kommunikations-Agentur? Welche Alternativen zur klassischen Wettbewerbspräsentation haben sich bewährt? Wie läuft eine zielführende und korrekte Wettbewerbspräsentation genau ab? Und wenn die Agentur ausgewählt worden ist: Was sind die Faktoren der erfolgreichen Zusammenarbeit mit einer Agentur? Diese und weitere Punkte haben rund 20 Firmen- und Agenturvertreter an einer BPRA-Tagung im HB Zürich diskutiert. Die wichtigsten Erkenntnisse:

Es muss nicht immer ein pitch sein
Die klassische Konkurrenzpräsentation lohnt sich nur für grosse, mehrjährige Mandate. Eine Agentur kann man auch in einem Workshop auswählen, in welchem sich eine Agentur vorstellt, case studies präsentiert werden, vorgängig gestellte Fragen beantwortet werden müssen oder in einem Assessment unvorbereitet ein Fall gelöst werden muss. Auch das Kennenlernen bei einem Mittagessen sagt oft mehr über eine Agentur, ihre Kultur und ihre Mitarbeitenden aus, als ein klassischer pitch.

Die korrekte Wettbewerbspräsentation
Und wenn es dann die klassische Konkurrenz- oder Wettbewerbspräsentation («pitch») sein muss, dann bitte richtig: Sowohl der BPRA als auch die LSA haben hierzu praktische Checklisten und Leitfäden. Auftraggeber sollten sich jedoch bewusst sein, dass sie in einer solchen Wettbewerbssituation eine künstliche Situation schaffen, in welcher höchst selten die «gute Chemie» zwischen Agentur und Auftraggeber eruiert werden kann.

Menschen!
Und genau diese Chemie ist für Auftraggeber und Agenturen zentral, wie die BPRA-Veranstaltung in der Diskussion gezeigt hat: Firmen wollen in der Agenturevaluation vor allem herausfinden, ob die berühmte «Chemie stimmt», ob man künftig gut zusammenarbeiten kann. Und wenn die Agentur gewählt ist, steht für Agenturen wie Auftraggeber die respektvolle gemeinsame Arbeit (Stichwort «Ko-Kreation») auf gleicher Augenhöhe im Zentrum. Dazu gehört aber, dass sich sowohl Agenturen wie Firmen in den jeweiligen Partner hineinversetzen können. Dank den offenen und persönlichen Inputs von Nina Krucker (Farner Consulting), Roman Hirsbrunner (Jung von Matt, Präsident LSA) und Salome Ramseier (Holcim Schweiz) sowie dem von Irène Messerli (Bernet Relations) geleiteten Podium konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weit mehr als nur die Verbandschecklisten zur Agenturevaluation mit nach Hause nehmen.